Arganöl – Marokkos weißes Gold

Bei Arganöl handelt es sich um den Pflanzenextrakt des Argan Baumes, der ausnahmslos im Südwesten Marokkos beheimatet ist. Marokkaner bezeichnen den Argan Baum als „Baum des Lebens“, daher hat die Verwendung von Arganöl in der Kosmetikindustrie aber auch in der Medizin Einzug gehalten. Der Trend zur gesunden Küche und der vermehrte Einsatz von kaltgepressten Pflanzenölen hat Arganöl geholfen, an Bekanntheitsgrad zu gewinnen.

Arganöl wird ausschließlich aus den Kernen der Früchte gewonnen. Zwei bis drei solcher Argan-Mandeln sind je Frucht enthalten. Im ersten Schritt werden diese geröstet, um einen feinen Geschmack zu erzielen. Von Hand werden die Mandeln zu einem Brei gemahlen, aus dem dann unter Zuhilfenahme von Wasser Arganöl gewonnen wird.

Aufgrund der aufwändigen Gewinnung gilt Arganöl als eines der seltensten und teuersten Öle der Welt.

Wirkung von Arganöl?

Bereits seit Jahrhunderten wird Arganöl in Marokko zur Hautpflege angewendet. Es spendet Feuchtigkeit und hemmt Entzündungen. Beruhigt trockene, schuppige oder zu Irritation neigende Haut und unterstützt den Heilungsprozess bei Akne und bei Verbrennungen.

Arganöl wird sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet und kann bei einer Einnahme rheumatische Gelenksschmerzen lindern als auch, durch Auftragen auf die Haut, rheumatische Entzündungen eindämmen.

Linolsäure fungiert als Zellschutz, spendet Feuchtigkeit und verhindert ein Austrocknen sowie Abschuppen der Haut und fördert die Bildung neuer Hautzellen. Das enthaltene Vitamin E dient ebenfalls als Schutz für die Zellen aber auch als Unterstützung zur Abheilung entzündlicher Prozesse und der hohe Anteil an Antioxidantien wirkt freien Radikalen entgegen.

Die Inhaltsstoffe des Arganöls verleihen dem Haar Geschmeidigkeit und Glanz und schützen vor Austrocknung trotz gleichzeitigem Spannungsaufbau. Arganöl wirkt auch schädlichen UV-Strahlen entgegen und fördert das Abheilen von Narben und die Wiederherstellung eines gleichmäßigen Hautbildes.

Studienergebnisse bestätigen, dass Arganöl die Darmschleimhaut stärkt und deren Widerstandskraft erhöht. Blutfettwerte werden gesenkt, womit Fettleibigkeit und Herz- Kreislauferkrankungen vorgebeugt wird.

Die beiden Bestandteile Alpha-Spinasterol und Schottenol sind in Pflanzen nur selten enthalten und machen Arganöl somit für die Krebsforschung sehr interessant.

Anwendungsbereiche Arganöl

Aufgrund des hohen Anteils an essentiellen Fettsäuren wie Oleinsäure und Linolsäure wird Arganöl in zahlreichen kosmetischen und medizinischen Produkten verarbeitet.

Großen Anteil hat Arganöl bei der Hautpflege als Anwendung gegen juckende und gereizte Kopfhaut, bei der Verminderung von Schuppenbildung aber auch bei der Pflege von trockenem, sprödem Haar. Rezept für seidigen Glanz und geschmeidiges Haar: 15 ml Arganöl, leicht erwärmt, ins feuchte Haar einmassieren, 30 Minuten unter einem Handtuch einwirken lassen, ausspülen und vorsichtig abtrocknen.

Gegen Cellulite oder als Vorbeugung von Dehnungsstreifen wird Arganöl als Massageöl eingesetzt und verbessert das Hautbild deutlich. Es kann zum Aufbau des Bindegewebes auch eingenommen werden.

Gute Wirkung erzielt Arganöl bei der Bekämpfung von Nagelpilz der sich noch im Anfangsstadium befindet und bei der Pflege strapazierter Hände und Nägel.

Als Öl bei der Zubereitung von Speisen verwendet, darf Arganöl ausschließlich kalt verwendet werden, damit die wertvollen Inhaltsstoffe keinesfalls durch Erhitzung zerstört werden. Der nussige Geschmack verfeinert Salate, peppt Aufstriche und Dips auf und bereichert Marinaden sowie ist es als Zugabe zu Reis- und Couscous-Gerichten beliebt. Bei der Zubereitung von Amlou, einem Brotaufstrich aus Marokko, darf Arganöl auf keinen Fall fehlen. Amlou in Marokko auch als „Berber-Nutella“ bekannt, wird als Sauce für Gemüse verwendet und ist mit der Saté-Sauce bei asiatischen Gerichten vergleichbar.

Wer braucht Arganöl?

Menschen mit Hautproblemen profitieren von der Verwendung von Arganöl. Schon wenige Anwendungen bringen schuppige und entzündete Haut wieder ins Gleichgewicht. Somit ist Arganöl bereits seit langem bei der Behandlung von Neurodermitis im Einsatz. Die Naturmedizin aber auch Dermatologen empfehlen Arganöl zur Linderung von Juckreiz und zur Verbesserung des Hautbildes. Da keine Nebenwirkungen bekannt sind, kann Arganöl bedenkenlos bei Kindern angewendet werden und heilt so manches Hautproblem bei Tieren.

Gesundheitsbewusste verwenden Arganöl in der Küche und unterstützen somit den Darmhaushalt und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettleibigkeit vor.

In Marokko kommt Arganöl auch zum Einsatz um Probleme des Magens oder des Darms zu behandeln, als auch um Sonnenbrand, Akne oder Windpocken zu lindern.

Welche Arten von Arganöl gibt es?

Arganöl wird hauptsächlich durch Kaltpressung erzeugt. So kann es Haut und Haare am besten mit seinen bioaktiven Wirkstoffen versorgen.

Für die Einnahme wird empfohlen auf Arganöl zurückzugreifen, bei dessen Herstellung die Kerne geröstet wurden, da der Geschmack und der Geruch wesentlich besser sind. Durch die langsame Röstung der Kerne über offenem Feuer wird die Wirkung der Inhaltsstoffe kaum beeinträchtig.

Die im Handel vertriebenen Arten von Arganöl unterscheiden sich lediglich nach Geruch und Farbe, je nachdem, ob diese bei der Herstellung herausgefiltert wurden oder nicht.

Arganöl wird grundsätzlich biologisch angebaut, da der Anbau dieser seltenen Bäume in Marokko, als auch die Herstellung des seltenen Öls, ganz genauen Kriterien entsprechen muss.

Riecht Arganöl sehr stark ist dies ein deutliches Zeichen für dessen Reinheit und zeigt an, dass das Öl nicht mit anderen Ölen vermischt wurde.

Einsatzgebiet von Arganöl

Wie bereits beschrieben wird Arganöl in Kosmetikartikeln verarbeitet oder kann pur beim Kochen zum Einsatz kommen. Es wirkt also von innen und außen gesundheitsfördernd und vor allem feuchtigkeitsspendend und entzündungshemmend.

Verarbeitet in Cremen, Gesichtsmasken oder Lotionen, beugt es Zellalterung vor und unterstützt die Elastizität der Haut. Mit Arganöl angereicherte Shampoos, Spülungen oder Haarkuren verleihen sprödem Haar Geschmeidigkeit, reduzieren Spliss und helfen bei der Regeneration geschädigter Kopfhaut.

Als Massageöl angewendet wirken die gesunden Inhaltsstoffe tiefgreifend, das Öls zieht rasch ein, ohne nachzufetten.

Anforderungen an ein gutes Arganöl

Um die Wirkung der gesunden Inhaltsstoffe nutzen zu können, muss Arganöl kaltgepresst sein. Der biologische Anbau stellt sicher, dass dessen Verwendung unbedenklich ist.

Die goldene Farbe des Öls, als auch sein starker Geruch, sind Merkmale dafür, dass keine anderen Öle untergemischt wurden.

Vorteile & Nachteile von Arganöl

Vorteile
• Reich an gesunden Inhaltsstoffen für Haut und Haar
• Hoher Anteil an ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E
• Unterstützung für Magen, Darm, Herz-Kreislauf-System
• Linderung bei Sonnenbrand, Akne und Windpocken

Nachteile
• Nicht erhitzbar
• Teuer
• Starker Geruch

Worauf muss ich beim Kauf von Arganöl achten?

Wie bereits bei den Anforderungen beschrieben, ist beim Ankauf zu beachten, dass es sich um ein Öl aus Kaltpressung handelt und dieses mit einem Bio-Siegel versehen ist.

Ist das Öl zur Einnahme vorgesehen, sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass geröstete Kerne zur Herstellung verwendet wurden.

Vorsicht ist geboten, wenn Arganöl zu einem günstigen Preis angeboten wird. Hochwertiges und reines Arganöl kostet über Euro 20 für 250 ml.

Neuerungen im Bereich Arganöl

Vermehrt wird Arganöl auch von der Männerwelt entdeckt. So hilft es gegen etwaige Rötungen nach der Rasur, sorgt für feinere Poren und versorgt die wesentlich dickere Haut von Männern mit Feuchtigkeit.

Welche Hersteller von Arganöl gibt es?

Bei einem Arganoel Test ging das Öl der Firma Naissance als Testsieger hervor. Es überzeugt durch 100 prozentige Reinheit. Verunreinigungen werden vermieden, da das Öl auf natürliche Weise filtriert und desodoriert wird, wodurch es geruchsfrei und durchsichtig wird.

SatinNaturel Bio & Fair Trade wird in Kaltpressung ohne schädliche Inhaltsstoffe in Bioqualität hergestellt. Dieses Arganöl ist naturbelassen und hat einen starken Geruch.

Wesentlich Bio Arganöl besticht durch seinen Preis, obwohl es in Bioqualität kalt gepresst wird und über keinerlei Zusatzstoffe oder Unreinheiten verfügt.

Arganöl von Natrea wird direkt in Marokko hergestellt. Es handelt sich um ein 100 Prozent reines Öl aus biologischem Anbau ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe.
Kurzinformation zu führenden Herstellern von Arganöl

Als Familienunternehmen aus Wales bietet Naissance eine große Auswahl an natürlichen Produkten in hoher Qualität an, darunter auch Arganöl.

Natrea setzt auf Nachhaltigkeit sowie kontrolliert biologischen Anbau und vertreibt Öle, Superfoods und Naturkosmetik. Arganöl ist im reichhaltigen Angebot von Natrea natürlich enthalten.

SatinNaturel hat es sich zur Aufgabe gemacht feinste Naturkosmetik nach wissenschaftlicher Prüfung und mit hohen ethischen Werten zu vertreiben, dem entsprechend ist der Vertrieb eines hochwertigen Arganöls obligatorisch.

Wo kaufe ich Arganöl am besten?

Heutzutage wird das Kaufverhalten stark vom Internet beherrscht, trotzdem kann es beim Ankauf von Arganöl nicht schaden, im Vorfeld einen Shop für Naturkosmetik aufzusuchen, da das wertvolle Öl, wie bereits beschrieben, über einen sehr starken Geschmack und Geruch verfügen kann, welcher „verkostet“ werden sollte.

Beim Ankauf im Internet ist es notwendig die wichtigen Parameter, wie Bioqualität, Reinheit, Herstellungsverfahrungen aber auch den Preis zu vergleichen, um sicher zu sein, dass es sich um Arganöl in der gewünschten Qualität handelt.

Wissenswertes & Ratgeber zu Arganöl

Die Geschichte
Arganöl wurde ursprünglich von Berbern für den Eigenbedarf in der Küche und Medizin hergestellt, stellt aber mittlerweile ein wichtiges wirtschaftliches Standbein für die Bevölkerung rund um Agadir dar. 1998 wurde das Gebiet, im Südwesten Marokkos, von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt und somit auch das Arganöl unter speziellen Schutz gestellt.

Zahlen, Daten, Fakten
Der teure Preis von Arganöl resultiert daher, da lediglich 30 Kilogramm Früchte pro Baum zur Produktion des Öls gewonnen werden können. Die Früchte werden nicht geerntet, da die dornigen Zweige des Arganbaums dies nicht zulassen, sondern per Hand vom Boden eingesammelt. Die enthaltenen Kerne reichen um knapp einen Liter des wertvollen Öls herzustellen. Mühsam werden die Früchte geöffnet und die Kerne entnommen und getrocknet bevor sie über offenem Feuer geröstet und in Steinmühlen unter Beigabe von Wasser gemahlen werden bis durch ständiges Kneten das Öl extrahiert wird.

Preise: wie viel kostet Arganöl?
Aufgrund der schwierigen Herstellung ist echtes, natürliches Arganöl sehr teuer. Ein Liter kostet bis zu 100 Euro. Aus diesem Grund wird Arganöl in einer Einheit bis zu 250 ml vertrieben, die je nach Qualität zwischen zehn und fünfzig Euro kosten kann. Der hohe Preis relativiert sich jedoch, da nur wenige Tropfen je Anwendung benötigt werden.

Nützliches Zubehör zu Arganöl

Ein direktes Zubehör zu Arganöl gibt es nicht, jedoch erleichtern Sprühaufsätze oder beigefügte Pipetten die Verwendung.

Alternativen zu Arganöl

Ähnliche Inhalts- und Wirkstoffe hat Jojobaöl. Auch dieses Öl pflegt und stärkt Haut und Haare sowie Nägel. Der ebenfalls hohe Anteil an Vitamin E beugt Hautalterung vor und sorgt für die Elastizität des Bindegewebes. Als Schutz vor Kälte, Sonne oder trockener Luft unterstützt es ebenfalls die Haut und wird gerne als Badezusatz oder Massageöl verwendet.

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