Vitamin K2 – ein Vitamin mit einer lange unbekannten Wirkung

Vitamin K2 – ein Vitamin mit einer lange unbekannten Wirkung

Lange glaubte man, dass Vitamin K2 ausschließlich Effekte auf die Blutgerinnung hat. Seit kurzer Zeit erforscht man weitere Vitamin-K2-abhängige Wirkmechanismen im Körper.

Vitamin K2 – Allgemeine Fakten

Brokkoli enthält Vitamin K2
Brokkoli enthält Vitamin K2

Der Buchstabe K leitet sich von „Koagulatio“, was so viel bedeutet wie Blutgerinnung. Laut einer Veröffentlichung der OrthoKnowledge Foundation wurden weitere Funktionen im Körper entdeckt, bei denen das fettlösliche Vitamin von Nöten ist.

Vitamin K besteht aus zwei natürlich vorkommenden Vitalstoffen. Das Vitamin K1 ist vorwiegend pflanzlichen Ursprungs und das Vitamin K2 stammt aus Bakterien. Die Darmbakterien sind dazu in der Lage Vitamin K2 selber herzustellen. Die Speicherung des Stoffes ist allerdings nur beschränkt möglich, deshalb wird empfohlen ausreichend Vitamin K einzunehmen.

Funktionen von Vitamin K im Körper

Neben der Funktion als essentieller Nährstoff für die Blutgerinnung, da Vitamin K für die Synthese von Blutgerinnungsfaktoren erforderlich ist, konnten Forscher weitere Vitamin-K-abhängige Prozesse im Körper belegen. Vitamin K scheint den Calciumstoffwechsel zu beeinflussen und spielt daher als Regulator der Knochenmineralisierung eine wichtige Rolle. So ist der Vitalstoff für Festigkeit und Stabilität des Knochens verantwortlich und fungiert als Hemmstoff für Kalkablagerungen in Weichteilen.

Wie hoch ist der tägliche Bedarf an Vitamin K?

Die von der deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Einnahmenmenge liegt bei 60-80 µg/Tag wobei Männer einen höheren Bedarf haben. Man muss berücksichtigen, dass die Richtwerte bisher nur auf den Bedarf, der für die Blutgerinnung nötig ist, basieren.

Vitamin K1 kann im Körper in die aktivere Form Vitamin K2 umgesetzt werden. Folgende Lebensmittel sind reich an Vitamin K:

  • Grünkohl
  • Spinat
  • Brokkoli
  • Rosenkohl
  • Schnittlauch

Was passiert bei einem Vitamin K2 Mangel?

Durch den engen Zusammenhang mit der Blutgerinnung kann es bei einem Vitamin K-Mangel zu Blutungen kommen. Es gibt Risikogruppen, die besonders gefährdet sind. Darunter befinden sich beispielsweise neugeborene Säuglinge und Menschen mit chronischer Magen-Darm-Erkrankung. Außerdem kann ein Vitamin K-Mangel die Knochenentkalkung, den Gelenkverschleiß sowie Arterienverkalkung begünstigen.

Überdosierung von Vitamin K

Die Aufnahme höherer Dosen ist für manche Menschen sehr kritisch. Menschen, die beispielsweise Blutverdünnungsmittel zu sich nehmen sollten auf ihre Nahrungszusammenstellung achten. Da Vitamin K den Effekt der Blutverdünner aufheben können, ist hier von einem besonderen gesundheitlichen Risiko auszugehen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung schätzt die Einnahme von Ergänzungsmitteln, die mit Vitamin K angereichert sind, als risikoarm ein. Hier besteht ein geringes Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen. Es empfiehlt sich dennoch nicht mehr als 80 µg/Tag Vitamin K einzunehmen.


(Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass bei keiner der angeführten Therapien und Anwendungen der Eindruck erweckt wird, dass hier ein Heilungsversprechen unsererseits zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.)