Vitamin C – Der bekannte Helfer bei Erkältungen

Vitamin C – Der bekannte Helfer bei Erkältungen

Vitamin C (Ascorbinsäure), meist reduziert auf seine vorbeugende Wirkung bei Erkältungen, ist in der Realität ein Multifunktionsvitamin und spielt bei vielen Syntheseprozessen im Körper eine entscheidende Rolle.

Geschichte und Allgemeines

Zitrusfrüchte enthalten Vitamin C
Zitrusfrüchte enthalten Vitamin C

Im Gegensatz zu vielen anderen Säugetieren ist der Mensch nicht dazu in der Lage Vitamin C  selbst zu synthetisieren. Man geht davon aus, dass vor langer Zeit eine Mutation im Erbgut des Menschen die Selbstsynthese unmöglich gemacht hat.

Der schwere Vitamin C-Mangel ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Als Skorbut verbreitete dieser bei Seeleuten Angst und Schrecken, da die Krankheit als nicht heilbar galt. Durch das Brechen der Gefäßwände scheint es für den Betrachter als würden die Erkrankten innerlich verbluten. Erst im 18. Jahrhundert konnte die britische Marine einen Zusammenhang zur Ernährung feststellen und ergänzte die Nahrungsmittelrationen auf See durch Zitrusfrüchte.

Im Jahre 1930 gelang es erstmals das Vitamin zu isolieren.

Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt ist ein wasserlösliches Antioxidans, das vom Menschen durch  die Nahrung aufgenommen werden muss.

Funktion im Körper

Ascorbinsäure ist für die Bildung und Instandhaltung von Kollagen verantwortlich und somit ein wichtiger Faktor für ein intaktes Bindegewebe, Knochen, Knorpel und Zähne sowie Muskeln, Sehnen und gesunde Gelenke. Zudem Unterstützt es das Immunsystem und stimuliert die Bildung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Außerdem schützt das Vitamin C als Antioxidans wichtige Moleküle im Körper vor Schäden durch freie Radikale. Da Vitamin C zudem an Syntheseprozessen von Neurotransmittern beteiligt ist, hat es wie einige Vitamine Einflüsse auf die Stimmung des Menschen.

Vitamin C wurde außerdem in der Krebstherapie eingesetzt. Jedoch sind sich die Experten bei der positiven Wirkung nicht ganz einig, einige warnen sogar vor der Behandlung mit Ascorbinsäure.

Aufnahme

Der Körper kann Vitamin C nicht selber herstellen und hat kann dieses auch nicht speichern. Deshalb wird empfohlen seinen Vitamin C-Tagesbedarf regelmäßig durch die Nahrung aufzunehmen. Da das Vitamin sehr empfindlich ist, sollte man frisches Obst und Gemüse bevorzugen, da bei längerer Lagerung ein Verlust im  Nahrungsmittel nachgewiesen wurde.

Schwangere, Stillende und Raucher haben einen erhöhten Bedarf.

Reich an Vitamin C:

  • Frisches Obst: Beeren, Citrusfrüchte
  • Frisches Gemüse: Kohl, Paprika, Kartoffeln
  • Nahrungsergänzungsmittel

Mangel und Überdosierung

Herrscht ein Vitamin C-Mangel vor, versucht der Organismus die entstehenden Risse (Extremform: Skorbut) in den Gefäßwänden durch Lipoproteine zu reparieren. Bei längerer Vitamin C-armer Ernährungsweise birgt dieser Reparaturmechanismus allerdings auch das Risiko von Ablagerungen in den Gefäßen und kann so zu Herz- und Gefäßerkrankungen führen. Extrem hohe Dosen (50 g-200 g/Tag) stehen im Verdacht Symptome von HIV zu unterdrücken und das Risiko für Sekundärinfekte zu verringern.

Zudem hat man festgestellt, dass eine erhöhte Zufuhr von Vitamin C den wichtigen Vitamin E-Gehalt bei Rauchern normalisieren kann. Rauchen führt zu einer Beschleunigung des Abbaus von Vitamin E.

Nahrungsergänzungsmittel, die mit Vitamin C versetzt sind werden als unbedenklich eingestuft solange vernünftige Anwendungsregeln befolgt werden. So werden Dosen von 1 g täglich gut vertragen, alles darüber hinaus kann zu Magen-Darm Beschwerden führen. Menschen, die mit Nierenschäden und -steinen zu kämpfen neigen zur schnelleren Ausbildung der genannten Nebenwirkungen.


(Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass bei keiner der angeführten Therapien und Anwendungen der Eindruck erweckt wird, dass hier ein Heilungsversprechen unsererseits zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.)