Thiamin – Das Stimmungsvitamin – Vitamin B1

Thiamin – Das Stimmungsvitamin – Vitamin B1

Als unerlässlicher Cofaktor ist Thiamin (Vitamin-B1, Aneurin) für körperwichtige Funktionen verantwortlich. Da keine körpereigene Synthese möglich ist, muss das Vitamin regelmäßig durch die Nahrung aufgenommen werden.

Allgemeines

Hülsenfrüchte liefern Thiamin
Hülsenfrüchte liefern Thiamin

Thiamin gehört zur Gruppe der Vitamine des B-Komplexes und kann nur in geringen Mengen durch den Körper gespeichert werden.

Das Vitamin wird im Darm aufgenommen und vor allem in der Muskulatur gespeichert. Nach ca. 40 Tagen ohne jegliche Aufnahme von Thiamin sind alle Reserven erschöpft. Um eine Mangelerscheinung zu verhindern wird deshalb eine regelmäßige Wiederaufnahme durch die Nahrung empfohlen.

Wegen seiner Thermolabilität geht das Vitamin während des Kochens leicht verloren. Zudem zählt Thiamin zu den licht- und sauerstoffempfindlichen Stoffen und ist wasserlöslich. Deshalb kann der Thiamingehalt in Nahrungsmitteln je nach Lagerung und Zubereitung variieren.

Funktion im Körper

Die aktive Form des Thiamins spielt eine wichtige Rolle bei der Verstoffwechselung von Kohlenhydraten und gewährleistet so die Energieaufnahme des Menschen über die Nahrung.

Unentbehrlich für die Nervenfunktionen beeinflusst das Vitamin außerdem das zentrale sowie periphere Nervensystem und kann unsere Gedächtnisleistung verstärken.

Somit ist Thiamin auch für die Erregungsübertragung von Nerven zu Muskeln verantwortlich und deshalb gerade für Sportler besonders wichtig. Auch eine regenerative Wirkung des Nervensystems nach Krankheiten und Traumata ist dem Stimmungsvitamin zuzuschreiben.

Aufnahme von Thiamin – Vitamin B1

Der Tagesbedarf an Thiamin hängt von dem individuellen Energiebedarf jedes Menschen ab. So kann der Bedarf bei Schwangeren, Stillenden und Leistungssportlern aber auch bei Stress, der Einnahme der Antibabypille und bei Alkoholismus, erhöht sein. Fehlernährung, Schwarzer Tee, säurebindende Medikamente und Alkohol verhindern die Aufnahme des Vitamin B1.

Zur Vorbeugung eines Mangels oder bei der Erkrankung der Nervenzellen wird Thiamin durch Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen.

Besonders reich an Thiamin sind folgende Nahrungsmittel:

  • Schweinefleisch, Scholle und Thunfisch • Vollkornprodukte, Haferflocken • Hülsenfrüchte, Sojabohnen • Sonnenblumenkerne • Kartoffeln, Wildreis • Nahrungsergänzungsmittel

Mangelerscheinungen von Thiamin – Vitamin B1

Mangelerscheinungen zeigen sich hingegen durch Verdauungsstörungen, Appetitmangel, Gedächtnisschwäche, depressive Verstimmungen und Müdigkeit. Bei einem starken Mangel kann die Krankheit Beriberi auftreten. Kritische Stimmen vertreten aber die Meinung, dass es einen klinischen Thiaminmangel gar nicht gibt.

Überdosierung von Thiamin – Vitamin B1

Eine Überdosierung ist nicht bekannt, da überflüssiges Thiamin über die Nieren ausgeschieden wird.


 

(Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass bei keiner der angeführten Therapien und Anwendungen der Eindruck erweckt wird, dass hier ein Heilungsversprechen unsererseits zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.)