Phosphor als Teil des DNA-Gerüsts

Phosphor als Teil des DNA-Gerüsts

Phosphor als lebenswichtiges Elektrolyt kommt in nahezu allen Lebensmitteln vor. Allerdings ist die Versorgung der Bevölkerung deshalb überdurchschnittlich hoch und kann so Gesundheitsrisiken bergen.

Allgemeines

Wurst und Fleisch enthalten Phosphor
Wurst und Fleisch enthalten Phosphor

Phosphor ist ein Salz der Phosphorsäure und gilt als wichtiger Mineralstoff für alle Lebewesen und Pflanzen. Da sich das Mineral nach der Universität Leibniz nicht künstlich herstellen lässt, muss es über die natürliche Nahrung aufgenommen werden. Unter anderem wird der Stoff auch als Düngemittel eingesetzt. Da Phosphat nur in begrenzter Form zur Verfügung steht, ist laut der Universität Stuttgart ein Rückgewinnungssystem nötig.

Funktion im Körper

Phosphor ist die Trägersubstanz der Erbinformation, weshalb das Salz für jegliche Lebewesen überlebenswichtig ist. Als Bestandteil des Enzymsystems ist Phosphor für den Energiestoffwechsel ausschlaggebend. Neben der der Unterstützung bei der Knochenbildung ist dem Mineral außerdem der Einfluss auf die Zellstrukturen zuzuschreiben.

Aufnahme

Da Phosphor in nahezu jedem Lebensmittel vorkommt, ist eine ausreichende Zufuhr ein Leichtes. Aufgrund von Phosphatzugaben in Lebensmitteln wie Kochschinken, Schmelzkäse und Cola wird der von der deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Wert von 700 mg/Tag oftmals deutlich überschritten. Einen Überblick über die Phosphatzugaben in Lebensmitteln bietet eine Diplomarbeit der Hochschule Hamburg zum Thema „Phosphate in Lebensmitteln – überhöhter Konsum, Folgen und Prävention“

Phosphor ist eines der am weitesten verbreitetsten Salze und kommt so gut wie in jedem proteinhaltigen Lebensmittel vor:

  • Milch
  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier

Mangelerscheinung und Überdosierung

Viel kritischer könnte hingegen eine Überdosierung des Stoffs sein, da die Calciumaufnahme somit gehemmt wird und das Calcium aus den Knochen abgebaut werden kann. Dieser Vorgang führt zu Knochenschmerzen und gegebenenfalls sogar zu Knochenbrüchen. Eine Überdosierung kann möglicherweise die Entstehung von Nierenerkrankungen begünstigen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt deshalb ein Verhältnis von 1:1 bei der Calcium und Phosphataufnahme.

Ein Phosphatmangel ist in Deutschland kaum möglich, da der Stoff in allen proteinreichen Nahrungsmitteln enthalten ist.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung ist der Bedarf an Phosphor mit dem des Calciums eng verbunden. So könnte die Senkung der Phosphoraufnahme eine Erhöhung der Calciumaufnahme begünstigen.

 


(Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass bei keiner der angeführten Therapien und Anwendungen der Eindruck erweckt wird, dass hier ein Heilungsversprechen unsererseits zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.)