Chrom – Das Spurenelement mit ungeklärter Wirkung

Chrom – Das Spurenelement mit ungeklärter Wirkung

Chrom gehört zu den wichtigen Spurenelementen für den Körper und beeinflusst wichtige Körperfunktionen. Die Wirkung des Chroms ist allerdings noch nicht final geklärt, weshalb diese konträr diskutiert wird.

Allgemeines

Nüsse enthalten Chrom
Nüsse enthalten Chrom

Das Mineral wird eher schlecht vom Körper aufgenommen und kommt daher nur in sehr geringen Mengen im Organismus vor.

In der Natur bestehen zwei für den Körper relevante Chromverbindungen. Wenn man von Nahrungschrom spricht ist immer das dreiwertige Chrom gemeint, was bei vielen Prozessen im Körper eine wichtige Rolle spielt.

Im Gegensatz dazu ist das sechswertige Chrom hochtoxisch und kann schon bei minimalen Dosen zum Tode führen. Aufgrund seiner hohen Empfindlichkeit ist die Aufnahme durch die Nahrung aber sehr unwahrscheinlich.

Der Wirkmechanismus von Chrom III ist noch nicht vollständig geklärt, weshalb die Wirkungsweise konträr diskutiert wird.

Eine Form des dreiwertigen Chroms bildet das Chrompicolinat, das oftmals durch Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird. Allerdings fehlen aussagekräftige Daten zur Wirkung des Chrompicolinat, weshalb das Bundesinstitut für Risikobewertung von der Supplementierung mit Chrompicolinat abrät, da es im Verdacht steht negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu haben.

Funktion vom Chrom im Körper

Chrom beeinflusst den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten über die Einwirkung auf den Insulinspiegel. Durch diesen Einfluss wurden Forscher auf die mögliche Hilfe von Chrom bei der Gewichtsreduktion aufmerksam. Die Studienergebnisse sind hier laut einer Veröffentlichung der Universität Düsseldorf zum Thema Chrom allerdings nicht eindeutig.

Wieviel Chrom sollte man zu sich nehmen?

Die Aufnahme von Chrom erfolgt durch die Nahrung. Die Absorption von Chrom ist bei unterschiedlichen Einflüssen besser oder schlechter. So können laut einem Artikel, verfasst durch Prof. Dr. Hahn von der Leibniz Universität Hannover, Nikotinsäure und Vitamin C die Aufnahme von Chrom verbessern. Konträr dazu bewirken andere Spurenelemente wie Zink, Eisen und Vanadium eine deutliche Verschlechterung der Verfügbarkeit.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Dosis von 30 bis 100 µg/Tag.

Hier ist festzuhalten, dass die Empfehlung die Aufnahme von Chrompicolinat ausschließt, da keine Daten für dessen gesundheitliche Nebenwirkungen vorliegen.

Der Bedarf an Chrom kann durch folgende Lebensmittel gedeckt werden:

  • Fleisch
  • Fisch und Schalentiere
  • Eier
  • Vollkornerzeugnisse
  • Nüsse

 

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung gibt es Studien am Menschen, die negative Effekte von Chrompicolinat belegen und teilweise sogar toxische Wirkung deutlich machten. Im Allgemeinen geht das BfR allerdings von einem geringen gesundheitlichen Risiko (ausgenommen von Chrompicolinat) aus. Die empfohlene Aufnahmeobergrenze von Nahrungsergänzungsmitteln mit Chrom liegt allerdings bei 60 µg/Tag.

 


(Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass bei keiner der angeführten Therapien und Anwendungen der Eindruck erweckt wird, dass hier ein Heilungsversprechen unsererseits zugrunde liegt, bzw. Linderung oder Verbesserung einer Erkrankung garantiert oder versprochen wird.)